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Informationen zur Windenergie in Dithmarschen


Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung

Für alle Bauwerke in Deutschland, die höher als 100m sind, ist eine Hindernisbefeuerung durch die Luftfahrtbehörde vorgeschrieben.
Das betrifft natürlich auch die Windkraftanlagen, die diese Höhe überschreiten. Viele Menschen stören sich an dem nächtlichen Dauerblinken oder empfinden es als Belästigung. Diese Kritik soll nicht ungehört bleiben. Seit mehreren Jahren arbeiten die Anlagenbetreiber und die Hersteller an einem bzw. mehreren Systemen, um dieses Dauerleuchten auf das geringste Maß zu reduzieren. 

Hindernisbefeuerung

blinkende Windräder am Horizont


Die Warnlichter sollen nur noch blinken, wenn sich ein Flugzeug nähert. Die technische Umsetzung dieses Gedankens ist jedoch viel schwieriger als anfangs gedacht. Denn es sollen möglichst alle Lichter ausgeschaltet werden. Das setzt voraus, dass alle Windparks, alle Einzelbetreiber und alle großen Energieversorger an einem Strang ziehen. Inzwischen hat auch der von den Norderdithmarscher Betreibern favorisierte Anbieter einer bedarfsgerechten Befeuerung seine Zulassung des Systems erhalten. Es finden intensive Verhandlungen statt, um das Ziel, das Blinken auszuschalten, zu erreichen.
Im Energiesammelgesetz wurde beschlossen alle Windkraftanlagen mit einer bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung auszustatten.

Aktuell:

Aus dem Energiesammelgesetz vom 30.11.2018

(8) Betreiber von Windenergieanlagen an Land, die nach den Vorgaben des Luftverkehrsrechts zur Nachtkennzeichnung verpflichtet sind, müssen ihre Anlagen mit einer Einrichtung zur bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung von Luftfahrthindernissen ausstatten.

Die Pflicht nach Satz 1 kann auch durch eine Einrichtung zur Nutzung von Signalen von Transpondern von Luftverkehrsfahrzeugen erfüllt werden. Von der Pflicht nach Satz 1 kann die Bundesnetzagentur auf Antrag im Einzelfall insbesondere für kleine Windparks Ausnahmen zulassen, sofern die Erfüllung der Pflicht wirtschaftlich unzumutbar ist.“

Die Pflicht nach Satz 1 gilt ab dem 1. Juli 2020.

Die Frist wurde um ein Jahr verlängert.